Obwohl wir heute ständig über Cyberangriffe, Ransomware und Business Continuity sprechen, passieren in vielen Unternehmen immer noch die gleichen klassischen Backup-Fehler. Oft aus Zeitmangel, manchmal aus Routine – und manchmal einfach, weil niemand den Prozess regelmässig überprüft.
Bei GLOBALNETWORKS sehen wir diese Probleme häufig. Die gute Nachricht? Fast alle lassen sich leicht beheben, wenn man rechtzeitig handelt.
Hier findest du die typischen Fehler – und die Lösungen dazu.
1. Sich auf nur eine einzige Sicherung verlassen
Einer der riskantesten Fehler ist, nur eine einzige Backup-Kopie zu haben.
Wenn diese Kopie fehlerhaft ist, beschädigt wurde oder durch Ransomware verschlüsselt wird, gibt es keinen Plan B.
So vermeidest du das:
- Wende die 3-2-1-Regel an: 3 Kopien, 2 verschiedene Speicherorte, 1 ausserhalb deiner Umgebung.
- Nutze lokale Backups + Cloud-Backups.
- Setze auf Lösungen wie N-able Cove Data Protektion, die schnellen und sicheren Wiederherstellungen ermöglichen.
2. Backups nicht regelmässig testen
Nur weil ein Backup existiert, heisst das nicht, dass es funktioniert.
Viele Unternehmen merken erst im Ernstfall, dass ihre Sicherung unvollständig oder unbrauchbar ist.
So vermeidest du das:
- Führe monatliche oder vierteljährliche Restore-Tests durch.
- Dokumentiere, wie lange eine Wiederherstellung dauert und wer was macht.
- Nutze Tools, die Backups automatisch auf Integrität prüfen.
3. Backups im gleichen Umfeld wie die Produktionssysteme speichern
Ein klassischer Fehler: Server und Backups liegen im gleichen Netzwerk, im gleichen Rack oder sogar im gleichen Raum.
Bei Brand, Einbruch, Stromausfall oder Angriff ist alles gleichzeitig betroffen.
So vermeidest du das:
- Bewahre mindestens eine Kopie ausserhalb der Hauptumgebung auf (Cloud oder Offsite).
- Trenne Backup- und Produktionsumgebung technisch voneinander.
- Nutze immutable Storage, damit selbst Ransomware die Backups nicht verschlüsseln kann.
4.Annehmen, dass Microsoft 365 automatisch Backups erstellt
Viele Unternehmen glauben noch immer, dass OneDrive, Teams oder Exchange Online “alles speichern”.
Aber Microsoft 365 ersetzt kein Backup – es ist ein Productivity-Tool, kein Recovery-System.
So vermeidest du das:
- Implementiere eine Backup-Lösung für Microsoft 365.
- Sichere E-Mails, OneDrive, SharePoint und Teams vollständig.
- Lege klare Aufbewahrungsfristen fest.
5. Zu kurze oder falsch konfigurierte Aufbewahrungsfristen
Ein sehr häufiges Problem: Retention nur 7 oder 14 Tage.
Wenn ein Fehler zu spät entdeckt wird, ist die gesuchte Kopie längst gelöscht.
So vermeidest du das:
- Verwende mindestens 30, 60 oder 90 Tage Retention – je nach Datentyp.
- Beachte branchenspezifische Vorgaben.
- Passe Aufbewahrungen gezielt an unterschiedliche Datenarten an.
6. Backups nicht ausreichend vor unautorisiertem Zugriff schützen
Wenn ein Angreifer Zugriff auf deine Backups erhält, kann er sie löschen, manipulieren oder verschlüsseln.
Viele Unternehmen vergessen, dass Backups selbst ein Angriffsziel sind.
So vermeidest du das:
- Nutze MFA und stark eingeschränkte Rollenrechte.
- Halte die Backup-Server aktuell und motorisiert.
- Aktiviere Logs und Alerts für auffällige Zugriffe.
7. Kein klarer Wiederherstellungsplan
Im Ernstfall zählt jede Minute.
Wenn niemand weiss, welche Daten priorisiert werden müssen oder wie der Restore-Ablauf aussieht, entstehen schnell lange Ausfallzeiten.
So vermeidest du das:
- Erstelle einen einfachen, klaren Recovery-Plan.
- Priorisiere Systeme nach Kritikalität.
- Dokumentiere den Ablauf und stelle sicher, dass dein Team ihn kennt.
Backup-Fehler wirken oft harmlos – bis im Ernstfall alles davon abhängt.
Mit einer durchdachten Strategie, regelmässigen Tests und den richtigen Tools kannst du dein Unternehmen effektiv vor Datenverlust schützen.
GLOBALNETWORKS unterstützt dich dabei mit Backup & Recovery Lösungen, die automatisiert, sicher und auf dein Unternehmen zugeschnitten sind.
Wenn du möchtest, erstellen wir dir gerne eine kurze Backup-Checkliste, um deinen aktuellen Stand zu beurteilen.